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Planötzenhof · Hofgeschichte & Familiengeschichte
Seit 1936 mit unserer Familie verbunden. Schon viel länger ein Teil von Hötting. Eine Geschichte von Landwirtschaft, Gastfreundschaft und dem Leben oberhalb von Innsbruck.
Blick vom Planötzenhof auf Hötting und Innsbruck, Beginn der 1890er-Jahre. Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-G-11529. Bildquelle [9]
11. August
Die Innsbrucker Chronik von Carl Unterkircher nennt den Planötzenhof im Zusammenhang mit den Ereignissen des Jahres 1809. Für den 11. August berichtet sie, dass bayerische Truppen den Hof und vier kleinere Höfe niederbrannten.
Damit ist belegt, dass der Planötzenhof zu dieser Zeit bereits bestand. Wann er ursprünglich gegründet wurde, lässt sich aus diesem Eintrag nicht ableiten.
Quellen: [1] Chronik von Innsbruck
Die frühe Gastwirtschaft
Gabriel Stecher erwarb den Planötzenhof 1888 und machte noch im Herbst desselben Jahres auf seine Gastwirtschaft aufmerksam. Sein Angebot richtete sich an Touristen und Besucher des Höttinger Bildes: Wein, Bier und kalte Küche luden zur Einkehr ein.
Auch Vereine kamen herauf. Im März 1896 besuchte die Tiroler Bergsteiger-Gesellschaft Alpler den Hof; am Ostermontag 1899 kehrte die Gesellschaft Nachtigall ein. Historische Inserate erzählen von einer Gastwirtschaft, die schon damals zum geselligen Leben oberhalb der Stadt gehörte.
Quellen: [2] Ausflügler-Restauration
Historische Ansicht des Gasthauses; Aufnahmejahr in der Fundstelle nicht angegeben. Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Pl-823. Die Abbildung wird als historische Ansicht gezeigt, nicht als Aufnahme von 1888. Bildquelle [2]
Die Holzveranda
Die Holzveranda aus dem Jahr 1906 prägt das Erscheinungsbild des Planötzenhofs. Sie gehört zur Architektur der Ausflugsgasthäuser um die Jahrhundertwende und steht heute unter Denkmalschutz.
Ein Denkmalbericht dokumentiert ihre spätere Erhaltung und Sanierung. So verbindet die Veranda die Geschichte des Hauses mit dem Blick über Innsbruck, den unsere Gäste bis heute genießen.
26. Oktober
Im Oktober 1935 hielt ein Fotograf seinen Spaziergang in Richtung Planötzenhof fest. Die Bilder zeigen Friedlegg unterhalb des Hofs, den westlich vorbeiführenden Weg und ein Marterl.
Für das abgebildete Wegstück ist sogar der genaue Tag überliefert: der 26. Oktober 1935. Der Weg ist heute asphaltiert. Der Planötzenhof selbst wurde in dieser Bildserie nicht fotografiert.
Weg westlich des Planötzenhofs, 26. Oktober 1935. Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-24512-95. Bildquelle [5]
Familie Heis
1936 kauften unsere Vorfahren den Planötzenhof. Seither ist der Hof mit der Familie Heis verbunden. Die Arbeit in der Landwirtschaft und die Bewirtung unserer Gäste gehören für uns zusammen.
Heute führt Andreas Heis diese Verbindung weiter. Der Hof ist Arbeitsplatz, Lebensraum und Gasthaus – und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen.
Quellen: [6] Familie Heis seit 1936
16. Juni
Am 16. Juni 1981 stand das Wirtschaftsgebäude des Planötzenhofs in Vollbrand. Die Wasserversorgung am Hang stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Tanklöschfahrzeuge und lange Relaisleitungen brachten das Löschwasser zum Hof.
Den Feuerwehren gelang es, das Wohn- und Gasthaus samt Veranda zu retten. Auch die Tiere konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Das Wirtschaftsgebäude wurde anschließend wieder aufgebaut. Die Fotografien aus dem Feuerwehrarchiv halten dieses Kapitel der Hofgeschichte fest.
Quellen: [7] Übung macht den Meister
Wirtschaftsgebäude nach dem Brand vom 16. Juni 1981. Herkunft: Archiv der FF Hötting; veröffentlicht durch Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck. Bildquelle [7]
Vom Hof auf den Teller
Die Verbindung von Landwirtschaft und Küche prägt den Planötzenhof bis heute. Erzeugnisse vom eigenen Hof und Kräuter, Salate und Gemüse aus dem Bauerngarten finden ihren Weg in die Küche.
Wir schreiben diese Geschichte im Alltag weiter: bei der Arbeit auf dem Hof, beim Kochen und wenn Gäste bei uns zusammenkommen. Wir freuen uns, wenn der Planötzenhof auch für die nächsten Generationen ein vertrauter Ort zum Einkehren bleibt.
Quellen: [8] Hötting erleben
Andreas Heis heute. Fotografie: Andreas Amplatz · Ampand.
Die historischen Stationen beruhen auf den nachfolgenden Quellen. Datierungen und Archivsignaturen stehen zusätzlich bei den jeweiligen Bildern.
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